Schlaflabor

Information und Anmeldung

Tel.

089/13 04-22 52

Fax:

089/13 04-23 97

E-Mail:

schlaflabor(at)krankenhaus-neuwittelsbach.de

Leitung:

Chefarzt Prof. Dr. med. Hanno H. Leuchte

Das Krankenhaus Neuwittelsbach verfügt über ein eigenes Schlaflabor. Die drei Schlafplätze – in freundlicher, angenehmer Atmosphäre – sind mit modernster Messtechnik ausgestattet. Angegliedert ist das Labor an die 2. Medizinische Abteilung (Schwerpunkt Atemwegserkrankungen/ Beatmungsmedizin).

Wozu ein Schlaflabor?

Ein Schlaflabor ist nichts anderes als ein mit viel Technologie ausgestattetes Schlafzimmer, in dem eine Vielzahl von Daten über Schlaf und Atmung gesammelt werden. Das nächtliche Schlafverhalten des Patienten wird hierzu über mehrere Nächte kontinuierlich dokumentiert und analysiert. Ziel eines solchen Aufenthaltes ist es, Informationen über die Art und Ausprägung von schlafbezogenen Atmungsstörungen aufzudecken und den Erfolg einer Therapie zu überprüfen. Häufige Beschwerden, welche in einem Schlaflabor untersucht und behandelt werden können, sind:
• Verdacht auf das Vorliegen eines Schlaf-Apnoe-Syndroms mit nächtlichen, teils bedrohlichen Atempausen; Schnarchen ist ein häufi ges Begleitphänomen
• ausgeprägte Tagesmüdigkeit
• schwer einstellbarer Bluthochdruck
• unklare Herzrhythmusstörungen
• Atemstörungen bei chronischen Lungen- und Herzerkrankungen
• Atemstörungen bei schwerem Übergewicht

Was passiert im Schlaflabor?

Nach einem Vorgespräch mit dem Arzt schläft der Patient eine oder mehrere Nächte in einem speziell eingerichteten Zimmer. Währenddessen werden die Messungen durchgeführt. Folgende Messverfahren kommen zum Einsatz, ohne den Patienten allzu sehr in seinem Schlaf zu beinträchtigen:
• Schlaf-EEG: die nächtlichen Hirnströme werden über kleine Metallplättchen erfasst
• Schlaf-EKG: mit Hilfe von Elektroden wird der Herzrhythmus bestimm
• Schlaf-EOG: mit dieser Methode werden Augenbewegungen registriert.
• Schlaf-EMG (Elektromyographie): mit dieser Methode werden elektrische Ströme im Muskelgewebe gemessen.
• Elektroden an den Beinen überprüfen, ob im Schlaf übermäßige Beinbewegungen auftreten wie beim Restless-Legs-Syndrom.
• Pulsoxymetrie: Eine Klammer mit Infrarotsensor wird an einer Fingerspitze befestigt. Der Sensor misst kontinuierlich den Sauerstoffgehalt des Blutes.
• Spannungsbänder über Brustkorb und Bauch (Impedanzbänder) sowie ein Atemflussfühler vor der Nase halten Frequenz und Tiefe der Atembewegungen fest.
• Ein Mikrophon in der Nähe des Kehlkopfes erfasst mögliche Schnarchgeräusche.

Anmeldung

Der Behandlungsmodus ist stationär. Das bedeutet, dass Sie von Ihrem Haus- oder Facharzt einen Einweisungsschein benötigen. Meist kann zuvor eine so genannte Screeninguntersuchung durch die einweisenden Ärzte stattfinden. In der Regel sollte man mit einem Aufenthalt von 2 Übernachtungen rechnen. Dieser kann sich verlängern, falls weitere Untersuchungen notwendig sind. Dies wird aber nicht automatisch stattfinden. Ein stationärer Ablaufplan wird immer mit Ihnen gemeinsam erstellt. Ist es notwendig, eine entsprechende Therapie einzuleiten, werden wir dies in einer persönlichen Visite mit Ihnen diskutieren und die weiteren Schritte erläutern.

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