Intensivmedizin mit Weaning-Einheit

Die hochmoderne Intensivstation des Krankenhauses mit neun Plätzen befindet sich im 2. Obergeschoss. In die Station integriert ist ein interdisziplinärer Notaufnahmeraum. Auf der Intensivstation werden bei unseren Patienten computergesteuert Herzrhythmus, Atmung, arterieller Blutdruck und Sauerstoffsättigung überwacht. Auch Kurz- bzw. Langzeitbeatmungen werden durchgeführt. Für Patienten mit Nierenversagen ist eine Hämofiltrationseinheit vorhanden.

Intensivmedizinisch werden üblicherweise Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, drohendem oder eingetretenem Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, frischem Schlaganfall, schweren Stoffwechselentgleisungen, schweren Infekten oder Vergiftungen behandelt.

Weaning-Einheit: Optimale Behandlung von Begleiterkrankungen
Die Intensiv-Weaning-Einheit des Krankenhauses Neuwittelsbach behandelt sowohl Patienten mit primär internistischen Erkrankungen als auch Patienten von chirurgischen Intensivstationen, deren Wundheilung weitgehend abgeschlossen ist.

Die internistischen Erkrankungen umfassen beispielsweise Pneumonien/ARDS mit septischem Verlauf, wohingegen Patienten von auswärtigen chirurgischen Stationen oft nach abdominellen Eingriffen bzw. nach einer Herzbypass-oder Herzklappen-Operation in die Weaning-Einheit verlegt werden.

Meist haben die Patienten die akuten Erkrankungen überwunden, sind aber noch intensiv-überwachungspflichtig und vom Beatmungsgerät abhängig.

Die Atempumpenschwäche ist meist multifaktoriell bedingt und assoziiert mit dem Intensivaufenthalt (critical illness aquired weakness); hierbei spielen Funktionsstörungen peripherer Nerven und eine daraus resultierende Schwäche der Skelettmuskulatur als auch eine direkte Schädigung der Atemmuskulatur eine Rolle. Unabhängig von der zugrunde liegenden Ursache der Langzeitbeatmung steht bei allen Patienten die Beatmungsentwöhnung im Vordergrund.

Durch jahrelange ärztliche, pflegerische, physiotherapeutische sowie logopädische Erfahrung und eine große Auswahl an Geräten und Masken bestehen hervorragende Bedingungen zu einer erfolgreichen Entwöhnung von der invasiven Beatmung. Es stehen die modernen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der internistischen Intensivmedizin zur Verfügung.

Im Team arbeiten erfahrene Intensivmediziner, Pneumologen, Kardiologen, Neurologen und Psychologen zusammen mit Intensivpflegekräften, Physiotherapeuten und Logopäden.

Zahlreiche Patienten leiden oftmals unter multiplen Begleiterkrankungen, wie Herzinsuffizienz, arterieller Hypertonie, Nierenfunktionsstörungen, Diabetes mellitus oder Anämie. Die entsprechenden Begleiterkrankungen werden nach aktuellen internistischen und intensivmedizinischen Standards behandelt. Bei progredienter Niereninsuffizienz besteht auch die Möglichkeit einer Nierenersatztherapie.

Wenden Sie sich bitte an die 1. Medizinische Abteilung.

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