Schlafbezogene Atemstörungen

Hinter Schnarchen mit Atemaussetzern, verbunden mit Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche, können sich nächtliche Atemstörungen verbergen. Diese können dann auch zu einem schwer einstellbaren Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Leistungsschwäche führen. Auch im Rahmen von fortgeschrittenen Lungen- und Herzerkrankungen können Atemstörungen Beschwerden verstärken.

Tagesmüdigkeit und Leistungsschwäche – Ursache in der Nacht?

Schnarchen ist ein häufiges Symptom und betrifft viele Menschen. Nicht selten kommen nächtliche Atemaussetzer dazu. Diese rufen dann teils dramatische Abfälle des Sauerstoffgehaltes und eine Stressreaktion des Körpers hervor (Schlaf-Apnoe-Syndrom). Die Konsequenz ist ein unruhiger und nicht erholsamer Schlaf. Folgen der Atemaussetzer und des unruhigen Schlafes sind Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche oder Sekundenschlaf. Fortwährende Mattigkeit kann auch depressive Verstimmungen bewirken.

Besteht ein Zusammenhang mit internistischen Krankheitsbildern?

Die nächtlichen Stressreaktionen führen zum Teil zu schwer therapierbarem Bluthochdruck oder gar zu Herzrhythmusstörungen. Zudem kann sich die Symptomatik einer bestehenden Herzschwäche durch den nächtlichen Sauerstoffmangel verstärken. Auch schweres Übergewicht kann eine fehlerhafte Atemregulation und erheblichen Sauerstoffmangel nicht nur nachts bewirken. Dies trifft auch für fortgeschrittene Lungenerkrankungen zu, bei denen das Lungenorgan nicht mehr in der Lage ist, im Einklang mit der Atemmuskulatur zu funktionieren.

Welche Therapien sind möglich?

Schlafbezogene Atemstörungen und chronische Atemschwäche können behandelt werden. Gerade bei Vorliegen von schlafbezogenen Atemstörungen wie nächtlichen Atempausen mit begleitendem Schnarchen kann eine nächtliche Therapie mit einer Druckmaske sehr effektiv sein. Patienten berichten bei einem Ansprechen der Therapie zum Teil von einem „frischen Lebensgefühl und mehr Schaffenskraft“. Auch eine Optimierung der Blutdruckwerte kann mitunter eintreten. Die Einstellung auf eine nächtliche Druckmaske erfolgt unter kontrollierten Bedingungen im Schlaflabor.
Nach Entlassung verwendet der Patient die nächtliche Druckmaske zu Hause mit dem Ziel, im Alltag von einem erholsamen und gesunden Schlaf zu profi tieren. Auch Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen und/oder Herzschwäche können von einer solchen Therapie profitieren. Wobei diese Therapie zum Teil auch tagsüber angewandt werden kann und muss.

Wenden Sie sich bitte an die 2. Medizinische Abteilung. Für die Diagnose unterhalten wir ein eigenes Schlaflabor.

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Schlaflabor